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Ovečka, o.p.s.
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Down Syndrom
Aktuell
In unserer Gesellschaft wird vielerorts immer noch automatisch angenommen, dass die Geburt eines Kindes mit Down-Syndrom einer Familientragödie gleich ist. Schwer zu sagen, woher diese vereinfachte Sicht der Zukunft der betroffenen Familien stammt. Es ist doch unbestritten, dass nur die Eltern und niemand sonst ihre Familienlebensqualität beurteilen können. Aus diesem Grunde ist es ratsam, die Wahrheit über das Familienleben mit einem Kind mit Down-Syndrom direkt bei dessen Eltern und bei Kindern und Erwachsenen mit Down-Syndrom.

Die Annahme, dass Menschen mit Down-Syndrom nicht lernfähig, vollkommen unselbstständig und von vielen Krankheiten geplagt sind, die ihren Organismus überfordern, mag vor dem Jahre 1989 dank der staatlichen Betreuung in Pflegeheimen gerechtfertigt gewesen sein. Jeder Kinderarzt, Psychologe, Erzieher oder Pädagoge würde allerdings bestätigen, dass ein Pflegeheim die Entwicklung der Kinder mit Down-Syndrom keinesfalls besser fördern kann, als seine Familie, und sei es auch noch so gut. Wenn wir die jungen Menschen mit Down-Syndrom näher kennenlernen, die von ihrer Familie unterstützt und im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten gefördert wurden, stellen wir fest, dass uns gegenüber hilfsbereite, sensible und echte Menschen stehen, die ihre eigene Meinung haben.

Der größte Feind der Kinder und Erwachsenen mit Down-Syndrom ist offenbar eine mangelhafte Informiertheit über das Down-Syndrom. Es betrifft nicht nur Gesundheitsprobleme, sondern auch Fragen der Erziehung und der Bildung. Seien wir deswegen nicht überrascht, wenn wir mitunter nicht fachgemäße Aussagen gerade von Fachleuten zu hören bekommen.

Damit die Gesellschaft versteht, dass Menschen mit Down-Syndrom dieselben Bedürfnisse, Sehnsüchte, Freuden, Befürchtungen, Träume, Phantasien haben und sich nach beruflicher Selbstverwirklichung und gesellschaftlicher Nutzbarkeit sehnen, bemühen wir uns die Öffentlichkeit mit den Werken anzusprechen, die gerade Menschen mit Down-Syndrom geschaffen haben. Für das Ausleihen von Bildern danken wir Herrn Jiří Šedý und seiner Familie, für das Ausleihen von Photos Herrn Stanislav Burian und seiner Familie.



Bildung und Aufklärung in Majoritätsgesellschaft
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